Letztes Urlaubswochenende: Email Check ohne Blackberry

Ja, ich gehöre zu denjenigen, die auch im Urlaub mal kurz in die dienstlichen Emails reinschauen. Eigentlich tue ich dies, um Standardbenachrichtigungen wie Serverstatus oder „Das Auto mit dem Kennzeichen…. hat noch Licht an!“-Nachrichten zu löschen, aber ich bleibe dann doch immer mal an der einen oder anderen Nachricht hängen. Noch bin ich nicht im Besitz eines Blackberry und synchronisiere meine Termine mit dem „standard“ Smartphone über USB. Hin und wieder wünsche ich mir schon einen Blackberry. Ich finde es für mich besonders wichtig Termine immer dabei zu haben und am Ende von Besprechungen immer auf dem aktuellsten Stand diesbezüglich zu sein. Ohne Blackberry habe ich die neusten Termineinladungen nicht zur Hand und kann oder möchte mich somit nach längeren Besprechungen nicht auf einen Folgetermin festlegen. Für den flüssigen Ablauf in verschiedenen Projekten ist das manchmal hinderlich. In solchen Momenten wünsche ich mir einen Blackberry.

Andererseits bekomme ich so nicht ständig mit, dass in meinem Postfach schon wieder über 20 Nachrichten angekommen sind. Die Versuchung ist groß, mal schnell während des Meetings reinzuschauen und die eine oder andere Mail zu beantworten. Ich nenne das „Blackberrykrankheit“. Oder ist das einfach nur normal geworden, wenn Blackberryzombies Menschen mit den Augen am Display klebend durch die Gänge auf dem Weg in die nächste Besprechung gehen? Relativiert sich dieses Verhalten nach einiger Zeit wieder? Ändert sich unsere Wahrnehmung bezüglich solcher Verhaltensweisen? Ähnlich wie man sich mittlerweile weitestgehend an telefonierende Leute in der U-Bahn gewöhnt hat? (Wobei, als ich mitbekommen habe, wie jemand sich lautstark mit einem ehemaligen WG-Mitbewohner über die scheinbar nicht glattgelaufene Wohnungsübergabe an den Vermieter stritt, wollte ich schon am Ende des Gespräches den anwesenden Gesprächsteilnehmer bitten, schöne Grüße auszurichten.🙂 )

Oft empfinde ich eine blackberryfokussiert Verhaltensweise als störend und unhöflich. Die Arbeit mit dem Kollegen am anderen Ende des Blackberry mag flüssiger ablaufen, weil schnell reagiert wird, aber die Kollegen im gleichen Raum müssen ggf. Dinge wiederholen oder nochmals diskutieren. Meetingregeln, wie „Telefone aus oder Stummschalten“ helfen nicht viel, wenn die Kollegen trotzdem mal eben reinschauen.

Was meine dienstlichen Nachrichten der letzten Woche angeht, hält sich die Menge diesmal in Grenzen. Aber ich wette bis Montag kommen noch so einige hinzu.

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