Fake TV / TV Simulator

Diesmal möchte ich meine Gedanken über einen Simulator von Fernsehbildern als Abschreckungsmassnahme bei Abwesenheit schreiben. Angepriesen werden fertige Geräte (Stichwort: Fake TV / TV Simluatoren) dieser Art von den bekannten Elektronikzubehör-Versandhandel. Vor meinem letzten Urlaub habe ich darüber nachgedacht mir ein solches Gerät zuzulegen. Den Fernseher über eine Zeitschaltuhr mit Zufallsautomatik anzusteuern, kam für mich aufgrund des relativ hohem Stromverbrauch nicht in Frage. Meine Entscheidung war derart kurzfristig gefällt, so dass ein Bestellen bei einem Versender nicht mehr in Frage kam. Gott sei Dank, muss ich im Nachhinein sagen, denn die Qualität von mehreren unabhängig befragten Elektronikhändlern als, diplomatisch formuliert, „miserabel“ bezeichnet.

Nun ist der Urlaub zwar vorüber und eingebrochen wurde bei uns auch nicht, aber ich möchte mir so ein Teil nun doch selber bauen. Zunächst dachte ich mir eine einfache Schaltung auf Grundlage von mehreren NE555 mit unterschiedlichem Takt käme in Frage. Nun würde sich aber das erzeugte „Bild“ aber immer wiederholen und somit evtl. durch einfaches Beobachten die Regelmässigkeit der „Bilder“ feststellen. Das wäre also eher so etwas wie eine Lichtorgel. Vielleicht wäre es gar nicht so schlecht eine Lichtorgel entsprechend umzubauen?

Um eine ausreichend realistische Simulation des Farbspiels eines laufenden Fernsehgerätes darstellen zu können, müsste man wissen wie dieses Farbspiel tatsächlich aufgebaut ist. Nun kann man beim Entwurf einer solchen Schaltung durch ausprobieren ein ähnliches Farbbild erzeugen. Möchte ich dieses Gerät aber verleihen oder zum Nachbau anbieten, so kann es sein, dass die durch Ausprobieren gefundenen Einstellungen nicht auf andere Fernsehgeräte übertragbar ist. Ok, jetzt kann man sagen, das diese Nuancen wohl keinem „Standardeinbrecher“ auffallen werden, aber dann könnte ich es mir auch einfach machen und die oben angesprochenen Idee der NE555 Schaltungen verwenden.

Da mir dieses Projekt aber so keinen Spass machen würde, möchte ich gerne etwas nerdiger an die Sache gehen und, egal ob sinnvoll oder nicht, eine möglichst genaue Simulation erreichen. Ich möchte zunächst den Fokus auf den rein optischen Anteil der Simulation setzen. Der Akustische Anteil sollte in einem gesonderten Projekt angegangen werden.

Ich habe mir den Spass gemacht und während der Wiederholung einer Serien (nur eine Sendung nicht die ganze Serie🙂 ) und einer Nachrichtensendung ausschliesslich die Decke des Wohnzimmers zu beobachten. Zusammengefasst hat meine Beobachtung ergeben, dass auf der weissen Decke das Farbspiel einen hohen blauen und weissen Anteil hatte. Oftmals wurden Farbwechsel mit blitzartigen Aufhellungen und Farbwechseln unterbrochen. Phasenweise änderte sich das Farbspiel nur in feinen Abstufungen.

Könnte man also anhand des Farbspiels erkenne welche Art Sendung geschaut wird? Fast statisches Farbspiel = Nachrichtensendung; mittelmässig wechselnde Farben = Unterhaltungssendung; viele Änderungen = Spielfilm???

Wenn also die Simulation wirklich gut werden soll, müssten folgende Anforderungen umgesetzt werden:

  • Zeitabhängige Änderungen in der Simulation (um 20 Uhr Nachrichtensimulation; danach randomisiert Spielfilm oder Unterhaltungssendung Simulation; Zappen während Werbepausen; etc.)
  • Konfigurierbarkeit dieses Ablaufes
  • Möglichkeit das reale Programm einzubinden (das stelle ich zunächst mal zurück, denn ich will mich nicht gleich überfordern🙂 )
  • Möglichkeit die Simulation an die Feinheiten des jeweiligen TV-Gerätes anzupassen

Für die zu entwerfende Schaltung benötigen wir also verschiedene Komponenten:

  • Messkomponente
  • Bedienkomponente
  • Lichtorgel
  • LAN Anbindung (für Fernsehprogramm Genres)
  • Steuerungskomponente

Eine gute Grundlage für meinen Simulator dürfte der „FakeTV/Fernsehimitator im Eigenbau mit AVR“ auf www.keinschnickschnack.de sein. Ich werde also zunächst diese Schaltung aufbauen und mit überlegen, wie man diesen entsprechend meinen Anforderungen erweitern/ändern kann.

Auf gehts…

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